Zur Jahrtsabsschluss-Sitzung des Markgemeinderates sprach unser Fraktionssprecher Volker Jung
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Genossinnen und Genossen,
wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu, und es freut mich, dass ich wieder die Gelegenheit nutzen darf, einen kurzen Rückblick auf Ereignisse des Jahres 2024 und aus der letzten Sitzung mit Ehrungen im Gemeinderat geben darf.
Uns beschäftigen und belasten nach wie vor die Auseinandersetzungen im Nahen Osten, der Krieg in der Ukraine, Hunger und Not in weiten Teilen der Erde und eine dramatisch zunehmende Veränderung unseres Weltklimas. Die Auswirkungen bekommen auch wir in unserer Region immer deutlicher zu spüren.
In der Zeit von Juli 2023 bis Juni 2024 erlebt Deutschland mit 1.070 Litern pro Quadratmeter die nassesten zusammenhängenden 12 Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch in Bayern lagen die vergangenen 12 Monate mit 1463 Liter/qm, 36 % über dem Durchschnitt. Im Gegensatz wird dazu prognostiziert, dass das Jahr 24 im Durchschnitt wieder das wärmste seit Wetteraufzeichnung wird.
Und die Rekorde purzeln jedes Jahr in fast allen Wetterdaten aufs Neue. Anzahl und Heftigkeit der Hurrikane und Taifune, Trocken- und Hitzeperioden, sinkende Grundwasserpegel, Erwärmung der Weltmeere. Abschmelzende Polkappen und Gletscher, Niederschlagsmengen in kürzester Zeit usw.
Und ziehen wir Konsequenzen daraus? Was ändern wir an unserem Verhalten? Wir als einzelne oder in Deutschland können ja eh nix daran ändern. Wieso sollen gerade wir mit unserem geringen Anteil von 1,7 bis 2 % am weltweiten Co2 Ausstoß, was anders machen. Solln doch erst mal „des Anderen“, hört man oft in Diskussionen und an Stammtischen. Aber wer sind die Anderen?
Vielleicht die 10 Länder, mit dem höchsten absoluten co2 Ausstoß, oder die, mit dem höchsten Prokopfaustoß? Dann sind wir in Deutschland, beide Male deutlich unter diesen ersten 10. Mit dabei. Deshalb tragen wir maßgeblich zum Problem mit bei und haben ohne Zweifel hier Verantwortung mitzuübernehmen.
Aber ja, es ist auch schwer als einzelner oder im Kollektiv, zum Beispiel als Staat, von seinem Lebensstandard etwas einbüßen zu wollen. Das ist sicher die unterschwellige Befürchtung dabei. Was bei intelligenten Lösungen und dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in der Regel aber unbegründet ist.
Und somit ist es selbst in unserer Zeit populärer, so wie Trump es vorhat, in Naturschutzgebieten nach Öl zu bohren oder wieder aus Klimaschutzabkommen auszusteigen. Ja, ein abendfüllendes Thema, aber mit dem 01.06. ist uns das Thema auch in Hahnbach und umliegenden Ortschaften mehr als deutlich wieder vor Augen geführt worden. Auch hier wird sich die Frage stellen, welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen ziehen wir daraus, oder wollen wir darauf hoffen, dass es nur „alle heilige Zeit“ mal vorkommt? Wir sind der Auffassung, dabei kann und darf es nicht bleiben. Nach einer fundierten Analyse müssen Vorschläge erarbeitet und abgewogen werden, wie wir den Marktkern und die umliegenden betroffenen Ortschaften in der Zukunft besser auch vor solchen Ereignissen schützen können.
In jedem Falle will ich auch im Namen meiner Kollegen allen Helfern für die schnelle und bis an die Grenzen gehende Hilfe sehr herzlich danken. Die verschiedenen Hilfsorganisationen haben sich vorbildlich organisiert und zusammengearbeitet. Das ehrenamtliche und private Engagement war enorm. Ein Dankeschön auch wieder an alle Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderatsgremiums und allem voran natürlich an Bernhard Lindner für die offene und von gegenseitigem Vertrauen geprägten Zusammenarbeit.
Florian Rauch wünsche ich für die Zukunft ohne Gemeinderat alles Gute. Schade, dass er uns aus beruflichen Gründen so kurzfristig verlässt.
Danken möchte ich auch den Mitarbeitern in der Verwaltung unter der Leitung der Geschäftsstellenleiterin Frau Sabine Wilde, für die stets vorbildliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Danken möchte ich auch unseren Geehrten. Georg Münch danke ich für dein unermüdliches und aufopferndes wirken als ehrenamtlicher Kirchenpfleger. Die äußeren Rahmenbedingungen, ich nenne nur die Baumaßnahme Pfarrsaal in der Coronazeit, haben gerade in dieser Zeit die Aufgabe nicht unbedingt leicht gemacht. Danken will ich auch den Blutspendern. Sie haben durch ihre Spende Menschen vor dem sicheren Tod gerettet, bzw. Menschen geholfen, eine schwere Krankheit zu besiegen. Unseren Sportlern danke ich in Summe für ihre herausragenden Leistungen. Das ist wieder eine beeindruckende Bilanz, welche Talente aus der Gemeinde heraus aktiv sind. Vermutlich durften wir noch nie so hochdotierte Sportler ehren. Ich danke darüber hinaus allen, die im gesellschaftlichen, sozialen, und kulturellen Bereich tätig sind. Sie alle tragen mit ihrem unermüdlichen Wirken zu einer lebens- und liebenswerten Gemeinde bei.
Im Ausblick auf die bevorstehenden Feiertage und für das nächste Jahr, wünsche ich im Namen der SPD ein paar ruhige und besinnliche Feiertage. Schöpfen sie Kraft für das, was vor uns liegt. Alles Gute, vor allem Gesundheit und „Glück Auf“ für das Jahr 2025!